Wir schreiben den 30. April des Jahres 2120. Sechs Jahre sind seit der Aktivierung der fünf Jamal-Schlüssel und der erfolgreichen Abwehr der Parasitengalaxis vergangen. Sechs Jahre, in denen die Menschheit zu verstehen beginnt, welche komplexen kosmischen Verstrickungen mit dieser unheimlichen Bedrohung verknüpft waren und wie knapp die Galaxis einer verheerenden Katastrophe entgangen ist. Menschen, Progonauten, Schwacken, Krolaken, Neo-Sapiens, Chiropter und andere Völker beginnen erstmals eine intensive Zusammenarbeit, fördern den Austausch ihres Wissens, gestalten neue Technologien, leisten sich gegenseitigen Beistand und forschen gemeinsam an bisher ungeklärten Rätseln.
Die erste von Menschen initiierte Fernexpedition, geleitet von Horatio Takahashi, Kommandant des Forschungskreuzers Nebular, zeigt neue Gefahren für zukünftige Missionen auf. Ein tachyonisches Ventil, am besten erklärbar als Perforation der Trennschicht zwischen Einsteinraum und tachyonischem Kontinuum, wird dem Raumkreuzer zum Verhängnis. Kurz darauf tritt ein unbekanntes krakenförmiges Raumschiff aus dem Riss aus, gelenkt von einem Wächter des Kontinuums. Es handelt sich um ein mächtiges und zorniges Wesen, welches die Menschheit anklagt, für die tachyonische Anomalie verantwortlich zu sein. Der Hintergrund für diese Anschuldigung bleibt jedoch unverständlich.
Die Phooken, ein anpassungsfähiges Insektenvolk, ließen sich während der Wirren um die Große Erschütterung auf Neptun nieder und gründeten im Ewigen Ozean des Eisriesen eine schnell wachsende Kolonie. Erst sechs Jahre später erfährt die Solare Union von der Existenz dieser Kolonie und sieht sich vor vollendete Tatsachen gestellt. Diese neue Realität trifft die Menschheit unvorbereitet und es muss sich zeigen, wie Menschen und Phooken zukünftig miteinander umgehen und auskommen können.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit nehmen beunruhigende und unheimliche Ereignisse ihren Lauf. Verschiedene Hinweise deuten darauf hin, dass es zu Manipulationen des Zeitablaufs gekommen ist. Toiber Arkroid, welcher vom Bibliothekar der Kokrader die Fähigkeit des Zukunftsdenkens erhalten hat und seit der Großen Erschütterung als verschollen gilt, schaltete sich wiederholt mit wertvollen Hinweisen in die Gegenwart ein. Aber auch ein mysteriöser Techno-Kleriker, dessen Herkunft ungeklärt bleibt, fungiert bei den Phooken als Orakel und versucht einen Konflikt zwischen den Insektoiden und der Menschheit zu schüren. Dies weckt bei vielen Beteiligten sorgenvolle Erinnerungen an den so genannten Techno-Zwilling, der vor einigen Jahren versuchte, die kollektive Programmierung der Roboterzivilisation zu ändern.
Vasina von Atlantika entspricht kurz darauf einer Bitte der Solaren Union und bricht mit ihrem Flaggschiff nach Scutum-Crux auf, um ein noch immer unerforschtes Überbleibsel der Parasitengalaxis näher zu erforschen – die Opfersonnen.
Es mehren sich die Stimmen innerhalb des Galaktischen Kooperationsrates, welche vor einer Rückkehr der alten Gefahr warnen, die man eigentlich durch die Abwendung der Großen Erschütterung gebannt sah. Vasina und die gemischte Besatzung des progonautischen Flaggschiffes erhoffen sich von ihrer Expedition neue und tiefgreifende Erkenntnisse über die Natur des noch immer unbekannten Gegners. Doch schon auf dem Weg werden Schiff und Besatzung mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Wieder taucht ein Hinweis von Toiber Arkroid auf, dessen Interpretation jedoch schwer fällt.